Meine erste (und letzte) Kaktusfeige

Ich bin in letzter Zeit auf der Suche nach etwas Abwechslung vom normalen Obst. Irgendwie werden Äpfel, Bananen, Birnen & Co auf die Dauer etwas langweilig. So esse ich mich durch die exotischen Früchte im Supermarkt. Diese Woche bin ich auf Kaktusfeigen gestossen und habe sie sofort mitgenommen.

Kaktusfeigen

Aber was sind eigentlich Kaktusfeigen? Ein Blick in mein exotisches Gemüsebuch klärte mich schnell auf: “Unter der Schale der Früchte steckt ein saftiger, leicht an Birne erinnernder Genuß – köstlich zum Auslöffeln und erfrischend in Drinks oder Obstsalaten. Früchte wegen der Stacheln nicht mit bloßen Händen anfassen.”

Stacheln? Was für Stacheln? Ich konnte beim besten Willen keine entdecken. Also ignorierte ich den guten Rat, teilte die Frucht in zwei Hälften, nahm sie in die Hand und löffelte sie aus.

Meine Kaktusfeige war voll mit ganz vielen kleinen superharten Kernen und schmeckte in der Tat etwas nach Birne, aber irgendwie wäßrig und süß.

Ich hatte allerdings nicht ganz so viel Zeit darüber nachzudenken, denn die nächsten Stunden war ich damit beschäftigt, die winizig kleinen Stacheln aus meinen Händen zu pulen. Sie hatten sich auch überall auf dem Küchentisch verteilt, so dass mein Schatz abends auch schnell wußte wovon ich rede. An Tippen war gar nicht zu denken, denn jeder Tastenschlag drückte die kleinen Teufel tiefer in meine Hände.

Also ich esse jetzt erstmal eine leckere Birne! ;-)

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7 Responses to Meine erste (und letzte) Kaktusfeige

  1. Cascabel says:

    Das ist ja hinterhältig – gute Besserung!

  2. zorra says:

    Die grossen Stacheln haben sie wohl schon im Supermarkt abgenommen. Ich muss mir jetzt auch mal welche kaufen.

    Versuch mal Chirimoya, da hat’s keine Stacheln dran. ;-)

  3. She says:

    Durch Schaden wird man klug…oder wie war das noch?! ;-)

  4. birx says:

    Ich habe mal gelesen, man kann das Innere durch ein Sieb in ein Glas streichen und hat dann leckeren Saft (in wunderschöner Farbe). Da ich am Samstag auch ein Schälchen Kaktusfeigen gekauft habe, werde ich das nachher gleich mal probieren.

    Vielen Dank aber auch für die Warnung, ich kann nämlich auch keine Stacheln entdecken.

    Müssen die grünen Exemplare eigentlich noch nachreifen?

  5. Arsena says:

    Klarer Fall von schlecht infomiert :-)
    Kaktusfeigen sind die Früchte von Opuntien und haben keine Stacheln sondern Glochiden. Die Kerne sind in der Tat etwas nervig beim Essen, kann man aber prima aussäen und so an tolle Kakteen/Opuntien gelangen. Am besten schmecken übrigens die roten Kaktusfeigen, die haben wesentlich mehr Geschmack! Versuchs doch nochmal … diesmal mit Handschuhen.

  6. kaktusfeige says:

    KEINE STACHELN??? was ein Unsinn!
    Sie habe schon gaaanz große Stacheln, die Opuntien und zusätzlich noch die deutlich gespürten kleinen Häärchen! Die großen Stacheln entfernt man nach der Ernte (etwas lästiges Verfahren) – und auch einen TEIL der ekelhaften Häärchen – aber alle natürlich nicht – KEINESFALLS anfassen!!!!

    Hier in Teneriffa sind diese Higos Picos (warum heißen sie wohl so :-))?) im Sommer in grün und orange.

    ROTE Kaktusfeigen (higos tintos) gibt es im Winter – sind von einer anderen Opuntien Art – und eigentlich zum rohen Verzehr weniger geeignet – habe überhaupt keine Süße – verwende sie manchmal im Salat und man kann eine ganz köstliche Marmelade daraus machen.

    Also – laß dich nicht abschrecken von diesem ersten Erlbeniss – Higos Picos schmecken köstlich, wunderbar süß (mit Birne würde ich den Geschmack weniger assoziiren, als mit Melone oder Stachelbeere)

    Grüße aus Teneriffa (Higos Picos hat’s hier gerade in Hülle un Fülle – und ich genieße die Saison!)

    Angela alias Kaktusfeige

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